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Hier finden Sie die Presseinformationen der LVG.



Gesundheitsförderung in Arbeitsämtern und Jobcentern:

Neue Wege in der Gesundheitsförderung durch Verzahnung mit Arbeitsförderung


Magdeburg/LVG. Um die Gesundheit ihrer Kunden zu stärken, geht die Arbeitsvermittlung in Sachsen-Anhalt neue Wege. Sieben Jobcenter und eine Agentur für Arbeit des Landes beteiligen sich an einem bundesweiten Vorhaben zur „Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung in Lebenswelten“. Koordiniert von der Landesvereinigung für Gesundheit (LVG) und in enger fachlicher Begleitung durch die IKK gesund plus und die KNAPPSCHAFT zielt das Projekt darauf, regionale Netzwerke im Interesse der Gesundheit arbeitsloser Menschen aufzubauen und für diese spezielle Präventionsangebote zu entwickeln.

Denn anhaltende Arbeitslosigkeit ist nachweislich ein gesundheitlicher Risikofaktor, weiß LVG-Geschäftsführerin Martina Kolbe. Von Langzeitarbeitslosigkeit Betroffene sind nicht nur öfter und länger in ärztlicher Behandlung als andere Versicherte, sie verlieren häufig auch ihre sozialen Kontakte und damit oft das eigene Selbstwertgefühl. Gesundheitliche Einschränkungen erschweren zudem die berufliche Wiedereingliederung, erinnert die LVG-Geschäftsführerin.

Im Rahmen des Projektes „Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung in Lebenswelten“ bemühen sich in Sachsen-Anhalt Mitarbeiter/-innen in der Agentur für Arbeit Dessau-Roßlau-Wittenberg sowie in den Jobcentern und Kommunalen Beschäftigungsagenturen im Altmarkkreis Salzwedel, in Dessau-Roßlau, den Landkreisen Anhalt-Bitterfeld, Harz, Mansfeld-Südharz, Wittenberg und in der Landeshauptstadt Magdeburg nun vermehrt darum, Arbeitslose für die Nutzung präventiver Angebote zur Stärkung und Verbesserung der eigenen Gesundheit zu motivieren. Das kann zum einen die freiwillige Teilnahme an für Erwerbslose zuzahlungsfreien klassischen GKV-Kursen etwa zur gesunden Ernährung, Bewegung oder Stressbewältigung betreffen, aber auch ausschließlich für diese Zielgruppe konzipierte Angebote sowie individuelles Gesundheitscoaching. Gemeinsames Anliegen aller Projektpartner ist es, dass Arbeitslose die für sie belastende Lebenssituation besser meistern können und ihnen der Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt erleichtert wird, betont Helena Mehliß (LVG), die das Projekt betreut.

Im Vorfeld des aktuellen Projektes zur Gesundheitsförderung von Arbeitslosen hatten die Bundesagentur für Arbeit und der GKV-Spitzenverband die Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung bereits an sechs Standorten in Deutschland erprobt. Dabei zeigte sich, dass Arbeitslose die Motivierung durch Arbeitsvermittler zur Nutzung gesundheitsfördernder Maßnahmen mehrheitlich positiv beurteilten und als hilfreich für ihren beruflichen Wiedereinstieg bewerteten. Ausgehend von den Erfahrungen dieses Modellprojektes verstärken Arbeitsvermittlungen und Krankenkassen nun im Zuge der Umsetzung des Präventionsgesetzes ihre Zusammenarbeit, um die gesundheitliche Verfassung möglichst vieler Langzeitarbeitsloser zu verbessern, was für deren erfolgreiche und nachhaltige Integration in Arbeit von entscheidender Bedeutung ist. In Sachsen-Anhalt hat die Landesvereinigung für Gesundheit die Koordination des Projektes „Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung in Lebenswelten“ übernommen unterstützt durch die fachlichen Kompetenzen von IKK gesund plus und KNAPPSCHAFT.

Das Projekt wird gefördert von der BZgA im Auftrag und mit Mitteln der gesetzlichen Krankenkassen nach § 20 a Abs. 3 SGB V im Rahmen ihrer Aufgaben zur Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten.

Hintergrund

Das Präventionsgesetz, in Kraft getreten am 25.07.2015, legt einen besonderen Schwerpunkt auf Präventions- und Gesundheitsförderung in sogenannte Lebenswelten (Settings). Gesetzliche Krankenkassen und ihre Kooperationspartner sollen zusammen noch stärker als bisher mit Präventions- und Gesundheitsförderungsmaßnahmen aktiv auf Menschen in bestimmten Lebenslagen zugehen. Ein Kernziel ist es, die Auswirkungen sozialer Benachteiligung auf die Gesundheit zu mildern. Dies geschieht im gemeinsamen Projekt „Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung“. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ist über eine Beauftragung durch den GKV-Spitzenverband (gemäß § 20a Absätze 3 und 4 Sozialgesetzbuch V) in die Koordination, Evaluation und Umsetzungsunterstützung solcher Projekte eingebunden.

Ansprechpartnerin:
LVG, Frau Kolbe, Tel: (03 91) 8 36 41 11
(28.07.2017 - ad)


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